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In der Pfarreiengemeinschaft Gerolsteiner Land fallen zwei Chorleiter aus dem Rahmen: Simon Hell und Gina-Marie Lenzen.

 

Von Brigitte Bettscheider

GEROLSTEIN-ROTH/DENSBORN Nicht nur, dass die sieben Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Gerolsteiner Land mit neun Kirchenchören sowie den „Antonius-Engeln“ Roth und der Musikgruppe „Miteinander“ Gerolstein kirchenmusikalisch geradezu gesegnet sind. Es gibt eine weitere Besonderheit. Mit Simon Hell (28) und Gina-Marie Lenzen (18) engagieren sich auf diesem Gebiet zwei besonders junge Leute: Der Lehrer an der Grundschule Kyllburg und die Zwölftklässlerin am St.- Matthias-Gymnasium Gerolstein leiten neuerdings gemeinsam die Kirchenchöre Densborn („Densbara Elia-Lauda“) und Roth („Cäcilia“).

Simon Hell hatte 2008 als gerade mal 17-Jähriger in seinem Heimatdorf Densborn einen Kirchenchor neu gegründet, und zwar noch während er an der Dommusikschule des Bistums Trier die C-Ausbildung zum Organisten und zum Chorleiter absolvierte. Von Kind an habe er sich für den Chorgesang begeistert, die Ausbildung habe ihm Spaß gemacht, erzählt er.

Mit 15 Gründungsmitgliedern ging er in Densborn an den Start; zeitweise hatte der Kirchenchor 50 Mitglieder, darunter viele junge Stimmen; aktuell liegt die Zahl der Sänger bei 40. Im vorigen Herbst war das „Zehnjährige“ in dem Dorf mit 600 Einwohnern groß gefeiert worden. Wenn Simon Hell sagt: „Immerhin hatte ich zu dem Zeitpunkt schon den Führerschein“, dann meint er damit augenzwinkernd die Situation im Jahr 2010, als Claudia Kleis-Lenzen, Vorsitzende des Rother Kirchenchores, bei ihm anfragte, ob er auch die Leitung dieses Chores übernehmen wolle. Simon Hell sagte zu. In diesem Chor singt auch seit mehreren Jahren Gina-Marie Lenzen. „Und zwar besonders gut“, wie Simon Hell betont. Sie erhält professionellen Gesangsunterricht bei Claudia Scheiner (Gerolstein) und schaffte es 2018 in der Sparte Gesang beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ bis zur Bundesebene (der Trierische Volksfreund berichtete). Inzwischen hat Gina-Marie Lenzen - ebenfalls an der Trierer Dommusikschule - die C-Ausbildung als Chorleiterin abgeschlossen. Während der Ausbildung habe sie hin und wieder gemeinsam mit Simon Hell dirigiert oder ihn sogar ab und zu vertreten, erzählt sie. Und betont: „Das war ein großer Gewinn für mich.“

Nun leiten die beiden die zwei Chöre im Team, führen auch gemeinsame Projekte durch wie zuletzt bei der musikalischen Gestaltung der Osternacht und des Osterhochamts. Da habe es von Seiten der Gottesdienstbesucher viel Beifall und jede Menge Komplimente gegeben, sagt Pfarrer Ralf Pius Krämer (Gerolstein). Er sei sehr froh und dankbar, dass sich mit Simon Hell und Gina-Marie Lenzen zwei junge Menschen als Kirchenmusiker qualifiziert hätten und nun die Leitung von zwei Chören mit Bravour meisterten.

Was die beiden sich wünschen? „Dass der frische Wind in den Chören erhalten bleibt“, sagt Simon Hell. „Dass unsere Sänger weiterhin so gerne und zuverlässig zu den Proben und Auftritten kommen“, sagt Gina-Marie Lenzen. Was die beiden über die Chorleitung hinaus noch verbindet, ist ihr Lehrer Christoph Schömig, Regionalkantor in Prüm: „Dass wir seine Schüler sein durften, war ein großes Glück.“

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