Eifel
 

Das Auftreten, das Singen von Liedern aus vielen Ländern und in vielen Sprachen, das Spenden für einen guten Zweck: Vieles wird beim Konzert von „SaM“ in Daun am 5. Mai vertraut sein wie seit 20 Jahren. Doch der Chor hört dann auf.

 

Von Brigitte Bettscheider

Daun-Neunkirchen Einen Streifzug durch die Geschichte des Chores Singen am Mittwoch (SaM) unternehmen, auf das Besondere blicken und über das nächste und gleichzeitig letzte Konzert und seinen Rahmen sprechen – dazu hat sich der Trierische Volksfreund mit der Leiterin Cheryl Onnertz und den langjährigen Chormitgliedern Karola Herzog und Ingrid Wesseler getroffen.

Wie ein roter Faden zieht sich das „Wisst ihr noch!?“ durch das Gespräch. Und immer wieder tauchen andere Definitionen der Buchstabenkombination SaM auf, die sich auf den in zwei Jahrzehnten beibehaltenen Wochentag der Proben bezieht: Singen am Mittwoch. SaM, das sei (rückwärts buchstabiert) „Mehr als Singen“, betonen die drei Frauen. Es bedeute auch: Spaß am Menschen, Spaß an Musik, Singen als Medizin, Singen als Meditation, Schlemmen am Mittwoch. Karola Herzog bringt die SaM-Zeit schließlich so auf den Punkt: „Die Freude und Dankbarkeit über das, was wir gemeinsam erlebt haben, werden bleiben.“

Den Impuls, einen Chor für Erwachsene zu gründen, hatten seinerzeit Eltern des von Cheryl Onnertz geleiteten Kinderchors „Die Kinder-Musikanten“ gegeben. Als Geburtsstunde von SaM gilt ein Treffen von vier Frauen im Neunkirchener Pfarrheim im April 1998. „Nach einem Aufruf im Pfarrbrief waren wir in kurzer Zeit zu zwanzig“, erinnert sich Ingrid Wesseler. Den Höchststand hatte „SaM“ mit 60 Mitgliedern. Heute sind es 40 Frauen und Männer, die mal laut und mal leise, die a capella und mit Begleitung singen, Friedenslieder und Halleluja-Gesänge, in Deutsch, Englisch, Französisch, Afrikanisch, Spanisch, Italienisch, Hebräisch, Schwedisch, in Eifeler Platt und op Kölsch, die dazu klatschen und mit den Fingern schnippen.

60 Auftritte und Konzerte hatte SaM in 20 Jahren, darunter viele in der Vulkaneifel, aber auch in Bonn, Berlin, Mainz und Koblenz. Chorreisen führten SaM nach Arizona, Belgien, Irland, Kroatien, Lettland und Ruanda. Zur Freude der Zuhörer und zur eigenen Freude zu singen, sei bei den Konzerten und Auftritten die eine Säule, erklärt Cheryl Onnertz. Gleichzeitig habe man immer Menschen in den Blick genommen, die Hilfe benötigen, betont sie.

So unterstützte SaM Unfallopfer und Schwerbehinderte aus der Region, Kunden der Dauner Tafel, Inhaftierte der Wittlicher Justizvollzugsanstalt, Betreute der Weggemeinschaft Vulkaneifel, Flutopfer in Ostdeutschland oder Thailand, Patienten von „Ärzte ohne Grenzen“, Kinder in Nepal, um nur einige zu nennen, zu deren Gunsten Benefizkonzerte gegeben wurden. Und: „Wir selbst sind die Beschenkten“, erklären Cheryl Onnertz, Karola Herzog und Ingrid Wesseler im Namen von SaM. Freud und Leid seien geteilt und Freundschaften gebildet worden. Nun möchte Cheryl Onnertz mehr Zeit für andere Aufgaben, besonders in der Familie haben.

So endet das Kapitel SaM mit dem Konzert am Samstag, 5. Mai, im Forum Daun. Dann findet zunächst (ab 16.30 Uhr) ein Empfang im Foyer statt. Dort ist auch die Ausstellung „20 Jahre SaM“ zu sehen. Um 17.30 Uhr wird der Konzertsaal geöffnet. Um 18 Uhr beginnt das Konzert „SaM sagt Danke“.

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