Mosel und Hunsrück

Im Chor Fatal singen seit 20 Jahren bis zu 40 Frauen und Männer. Das Jubiläum feiert der Chor mit einem Konzert in Bischofsdhron. Doch die Anfänge des Chors liegen weiter zurück.

 

Von Christoph Strouvelle

Morbach Nur einmal im Monat proben, moderne statt klassische Chorliteratur, und das ganze ohne das Korsett eines Vereins: Der Chor Fatal ist kein Chor wie jeder andere. „Wir sind schon ein wilder Haufen“, sagt Guido Bollig, Leiter und Organisator des Chors. „Wir gehören auch nicht dem Chorverband oder sonstigen Dachorganisationen an.“

Rund 40 Männer und Frauen sind regelmäßig bei den monatlichen Treffen und den durchschnittlich fünf Auftritten im Jahr dabei. Während andere Chöre unter Mitgliederschwund leiden, ist die Anzahl der Sänger beim Chor Fatal relativ hoch und konstant.

Woran liegt das? Das hänge möglicherweise mit den ausgewählten Stücken zusammen, sagt Bollig. Denn die Chormitglieder stimmten am liebsten moderne Lieder an, die er auf dem Klavier begleitet. Africa von Toto, Bohemian Rhapsody von Queen und der Logical Song von Supertramp gehören zum Repertoire des Chor Fatal. Und mit Dieser Weg von Xavier Naidoo haben die 40 Sänger jetzt sogar ein A-cappella-Stück einstudiert. Dabei setzt der Chorleiter auf ausgefallene Arrangements.

„Jede Strophe gleich ist langweilig. Wenn jede in einer anderen Tonart gesungen wird, wird es für die Zuhörer abwechslungsreich“, sagt er. Dadurch werden die Lieder für die Sänger anspruchsvoll. „Pop-Chor-Singen ist nicht einfach“, sagt der Chorleiter. Doch wie schafft er es dann, die Lieder bei nur einer Probe monatlich bei den Mitgliedern einzuüben? Bollig stellt beim jährlichen Probenwochenende neue Lieder vor und nimmt diese dann mit dem Chor auf. Durch Bearbeitung stellt er die einzelnen Stimmen heraus und gibt die Aufnahmen dann den Mitgliedern des Chors mit, so dass diese danach üben können. „Die einen hören es beim Autofahren, die anderen beim Bügeln.“ Dadurch sei ein neues Stück schnell drin.

Die Geschichte des Chors geht zurück bis ins Jahr 1968. Damals sangen einige der jetzigen Mitglieder im Kinder- und Jugendchor des Gesangvereins Morbach, in dem zeitweise mehr als hundert Jungen und Mädchen aktiv waren. 1998 sind diese gefragt worden, ob sie zum 30-jährigen Bestehen des gemischten Chors des Morbacher Gesangvereins nicht noch einmal auftreten wollten.

Daraus ist dann der Chor Fatal entstanden, sagt Bollig, Nachfolger des ersten Chorleiters Franz-Josef Hoffmann. 1968 war Jutta Decker-Schütz schon mit dabei. Heute ist sie im Chor Fatal, weil sie gerne singt und das Repertoire des Chors reizvoll findet. „Ich wollte schon immer gerne Popsongs und Gospel singen“, sagt sie.

Für Klaus Benz, der im FriedrichSpee-Chor aktiv ist, ist der Chor Fatal genau der passende Kontrast zu der Literatur des Trierer Chors mit seinen Oratorien. „Der Chor Fatal ist einfach ein froher Laienchor.“

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