Trier und Trier-Saarburg
Dhron (red) Ein Meer von faszinierenden Klängen durchflutete das neugotische Gotteshaus beim deutsch-französischen Sommerkonzert". Thomas Diedrich, Kirchenmusiker der Pfarrei, hatte die in Rivenich geborene und heute in Metz lebende und lehrende Cäcilia Mertes-Boyer sowie den Organisten Laurent Martin Schmit aus Troyes an der Seine eingeladen.
 
Federleicht und funkelnd kam Johann Sebastian Bachs Arie "Mein gläubiges Herze" aus dessen Pfingstkantate daher. Dramatik pur herrschte in der selten zu hörenden Motette "Tonat coelum" (Es donnert ...) des Italieners G. Piazza. Ihre Vielseitigkeit bewies Cäcilia Mertes-Boyer mit "Seraphinen - einem feurigen Tanz" für Flöte solo.
Die Chorgemeinschaft Detzem unter der Leitung von Thomas Diedrich interpretierte sicher und klanggewaltig Beethovens "Die Himmel rühmen". Fast tänzerisch dagegen klang Mozarts "Jubilate Deo". Der Chor konnte auf ganzer Linie überzeugen, nicht zuletzt im meditativen "Agnus Dei" von Charles Gounod und Karls Jenkins "Ave verum". Mit Bachs Fantasie g-Moll, Léon Boellmanns "Prière à Notre-Dame" sowie einigen Improvisationen, darunter eine brillante Toccata über den Londoner "Westminsterschlag", demonstrierte Laurent Martin die große Farbpalette der Klais-Orgel. Mehrere Mariengesänge ergänzten das Programm. "Gänsehaut" hinterließ bei vielen Musikfreunden das "Ave Maria" von Giulio Caccini.
Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die zahlreichen Zuhörer, für musikalische Feuerwerk.